Projektbeschreibung
Das COMPacity Projekt zielt darauf ab, ein treibhausgasminderndes Kompostierungsverfahren für organische Abfälle in der Metropolregion Buffalo City zu etablieren. Im Mittelpunkt steht die Errichtung einer Produktions- und Demonstrationsanlage für die kreislauforientierte Verwertung organischer Abfälle und die Herstellung hochwertiger, nachfrageorientierter Substratprodukte in der Metropolregion Buffalo City.
Die Entwicklung von Betriebs- und Geschäftsmodellen sowie maßgeschneiderte Schulungs- und Lehrprogramme für regionale Bildungseinrichtungen verbinden technisches Fachwissen, Kapazitätsaufbau und praxisorientiertes, zukunftsweisendes Lernen. Die Ergebnisse werden fortlaufend dokumentiert, in Leitfäden umgesetzt und verbreitet, um die Übertragbarkeit auf andere Standorte zu ermöglichen.
Bereits während der Projektdurchführung wird dies zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 920 tCO₂e führen, durch das Recycling von 3.000 Tonnen organischer Abfälle Stoffkreisläufe schließen und eine wirtschaftlich tragfähige Kreislaufwirtschaft im Ostkap stärken.
Hintergrund
Südafrika verfolgt ambitionierte Ziele in den Bereichen Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft, dennoch werden organische Abfälle bislang vielfach deponiert oder unzureichend behandelt. Dadurch entstehen vermeidbare Treibhausgasemissionen, während wertvolle Ressourcen für die Bodenverbesserung in Landwirtschaft und Gartenbau ungenutzt bleiben.
Auch die Stadtverwaltung Buffalo City steht vor wachsenden Herausforderungen durch begrenzte Deponiekapazitäten, steigende Entsorgungskosten und illegale Abfallablagerungen.
Fehlende Demonstrationsprojekte, begrenzte Ausbildungskapazitäten sowie kommunale Investitions- und Finanzierungsengpässe erschweren den Ausbau moderner Kompostierungsverfahren.
Gleichzeitig bietet die Aufbereitung und stoffliche Nutzung von Abfallströmen enormes Potential für die Umsetzung der Bioökonomie und zum Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten der Kreislaufwirtschaft.
Impact
COMPacity wird greifbare ökologische, wirtschaftliche und bildungsbezogene Vorteile schaffen, indem ein Kreislaufsystem für die Bewirtschaftung von Grünabfällen etabliert wird, das es der Stadtverwaltung von Buffalo City ermöglicht, organische Abfälle von der Deponierung fernzuhalten, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, marktfähige Produkte auf Kompost- und Substratbasis herzustellen und ihre Kapazitäten zur Erreichung der kommunalen Abfallwirtschafts- und Klimaziele zu stärken.
Das Projekt wird:
1. ein finanziell tragfähiges Betriebsmodell für die Verwertung organischer Abfälle schaffen,
2. den Aufbau lokaler Wertschöpfungsketten der Kreislaufwirtschaft fördern und
3. dauerhafte Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich des Anlagenbetriebs, der Instandhaltung und der Produktvermarktung schaffen.
SDGs
Die institutionelle Verankerung des COMPacity Lehr- und Lernkonzepts in die regionale Bildungslandschaft sichert den langfristigen Wissens- und Ergebnistransfer und unterstützt das überregionale Unternehmertum, die anwendungsorientierte Qualifikation und die Schaffung grüner Arbeitsplätze.
Das Projekt leistet durch die Förderung der Verwertung organischer Abfälle und einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft sowie durch den Aufbau beruflicher, technischer und nachhaltigkeitsbezogener Kompetenzen einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung von SDG 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ und SDG 4 „Hochwertige Bildung“.
Projektziele
Das übergeordnete Ziel des COMPacity-Projekts ist die Einrichtung einer Demonstrationsanlage in Buffalo City, in der emissionsarme Kompostierungsverfahren erprobt und praxisorientierte Kompetenzen bei lokalen Akteuren aufgebaut werden. Durch die Optimierung der biologischen Verwertung organischer Abfälle sollen Treibhausgasemissionen reduziert und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft geschaffen werden. Darüber hinaus werden skalierbare und wirtschaftlich tragfähige Kompostierungsmodelle entwickelt und erprobt, die langfristig zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, zur Stärkung der Klimaresilienz und zur nachhaltigen Entwicklung der Region beitragen können.
01
Verarbeitung von 1.500 t/a Grünabfällen
Die Demonstrationsanlage wird jährlich 1.500 t kommunale Grünabfälle zu 800 t hochwertigem Substrat verarbeiten und dadurch die Materialrückgewinnung fördern sowie die Deponierung organischer Abfälle reduzieren.
04
Qualifizierung von 40 Trainern
Durch ein Training-of-trainers Programm werden 40 Trainer für den Bereich emissionsreduzierte Kompostierungsverfahren qualifiziert.
02
CO₂e-Einsparung von 460 tCO₂e/Jahr
Durch die Kompostierung von 1.500 t kommunalen Grünabfällen werden jährlich rund 460 t CO₂e an Treibhausgasemissionen vermieden.
05
Qualifizierung von 650 fachspezifischen Studierenden
Durch ein anwendungsorientiertes Lehr-Lernprogramm werden 650 Studierende der Fachrichtungen Nachhaltigkeit, Landwirtschaft und Verwaltungs- & Betriebswirtschaftslehre qualifiziert.
03
Verbesserte Klimaresilienz auf einer Fläche von 75 Hektar
Durch ein Mentoringprogramm für Kleinbauern und den Einsatz von Kompost auf landwirtschaftlichen Flächen werden die Bodenstruktur, der Humusgehalt und das Bodenleben auf einer Fläche von 75 Hektar nachhaltig verbessert.
06
Entwicklung eines Best-Practice- und Transferleitfadens
Entwicklung eines praxisorientierten Best-Practice- und Transferleitfadens zur Übertragbarkeit emissionsarmer Kompostierungsverfahren und wirtschaftlich tragfähiger Kompostierungsmodelle auf weitere Kommunen und Regionen
Beteiligungsformate
Für die Umsetzung des COMPacity-Projekts werden regionale Experten, Entscheidungsträger und Wirtschaftsvertreter durch verschiedene Beteiligungsformate systematisch eingebunden. Dadurch können die Interessen, Bedürfnisse und fachlichen Kenntnisse der regionalen Partner in die Projektarbeit einfließen.
Iterative Feedbackprozesse ermöglichen es, die Projektergebnisse gemeinsam zu diskutieren, auszuwerten und deren langfristige und bedarfsorientierte Verankerung in der Region sicherzustellen. Durch die auf diese Weise erarbeiteten Leitfäden, Standards, Best-Practice-Ansätze und Lehr- und Lernkonzepte erhalten lokale Wirtschaftsverbände und Beratungsstellen, Kommunen sowie Berufsbildungseinrichtungen Unterstützung dabei, ihre organisatorischen Kapazitäten zu stärken und Ansätze zur treibhausgasarmen Verwertung organischer Abfälle in ihre institutionellen Prozesse und Ausbildungsaktivitäten zu integrieren.

Innovationsforen
Durch die Organisation von zwei Forschungs- und Innovationsforen werden der Wissensaustausch und die Einbindung relevanter Interessengruppen gestärkt.
Hierzu werden Experten und Unternehmen aus den Wertschöpfungsketten der Bioabfallwirtschaft, Kompostierung, Landschaftsgestaltung, des Gartenbaus und der Landwirtschaft sowie Vertreter aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft und öffentliche Verwaltung, Kommunalverwaltungen und Gemeinderäte aus der gesamten Region Eastern Cape aktiv eingebunden.

Roundtables
Durch die Durchführung einer Reihe themenspezifischer Rundtischgespräche werden der fachliche Dialog, die Validierung der Projektergebnisse sowie der Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren zwischen den relevanten Akteuren gefördert.
Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse werden ein praxisorientierter Umsetzungsleitfaden und ein Rahmenwerk für bewährte Verfahren entwickelt, um lokale und regionale Entscheidungsträger bei der Planung und Umsetzung kreislauforientierter Abfallwirtschaftssysteme zu unterstützen.

Workshops
Zielgruppenspezifische Workshopformate um:
1. Die Beudeutung und Potentiale von Kompost und Bodengesundheit im Bereich der landwirtschaftlichen Bildung und Beratung zu verankern.
2. Studierende und junge Berufstätige durch anwendungsorientierte Bildungskonzepte zu qualifizieren und Praxisbezüger herzustellen,
3. lokale und regionale Entscheidungsträger bei der Planung und Umsetzung kreislauforientierter Abfallwirtschaftssysteme zu unterstützen,









